Das Dorf Hattstedt liegt im „Land zwischen den Meeren“, im Westen von Schleswig-Holstein auf einem Höhenzug, der sich von Hamburg die ganze Westküste hinauf bis nach Dänemark erstreckt. 

Nach den im Ortsarchiv vorhandenen Daten wird die Ortschaft Hattstedt erstmals im Jahre 1231 schriftlich erwähnt. Nach der Überlieferung stammt der Ortsname von einem Mann Namens „Hatte“, der vermutlich einem westgermanisch-nordseegermanischen Völkerstamm zuzuordnen ist. Daher nehmen Forscher an, dass Hattstedt schon in der Zeit der Völkerwanderungen (um 500 n. Chr.) gegründet wurde.

Als Wahrzeichen erhebt sich weithin sichtbar der Turm der Hattstedter Kirche über das weite Marschenland und den Deich. Der Turm dient nun schon seit über 500 Jahren der Küstenschifffahrt als Seezeichen. Erstmals um 1240 wurde die Kirche urkundlich erwähnt (erfolge durch den Dänischen König Waldemar (Waldemarsches Erdbuch) unter dem Namen „Hattastath“). Sie wurde Maria, der Mutter Jesu geweiht und in drei Bauabschnitten erbaut.
Ab 1588 wurde in Hattstedt auch Gericht abgehalten. Vormals auf freiem Felde westlich der Kirche. Später nannte man es Bondengericht – Bonde bedeutet Bauer. Der Begriff ist auch gleichbedeutend mit Hufner. Er ist Besitzer eines eigenen Hofes, der in alter Zeit jeweils zum Eigentum der Obrigkeit gehörte, zum Beispiel zu dem eines Fürsten oder zu dem der Kirche. Das Bondengericht setzte sich aus zwölf Eingesessenen der Harde unter Vorsitz des Landvogtes zusammen. Acht Tage später wurde dann Allmannsthing gehalten. Es hatte dieselbe Wirkung wie heutzutage ein gerichtliches Aufgebot und beides fand im Kirchspielskruge zu Hattstedt statt. Durch die Einführung der preußischen Verfassung wurde das Bondengericht aufgelöst.

Die früher überwiegend landwirtschaftliche Struktur des Ortes wandelte sich nach dem Ende des 2. Weltkriegs. Der Ort entwickelte sich von einer Agrargemeinde zu einer Wohngemeinde. Durch die schwierige wirtschaftliche Situation in der Landwirtschaft nahmen die bäuerlichen Betriebe immer mehr ab. Dadurch wurde Bauland frei. Durch die Stadtnähe zu Husum und seine landschaftlich ruhige Lage wurde Hattstedt als Wohnort immer beliebter. Neue Bebauungsgebiete wurden und werden ausgewiesen und die Einwohnerzahl erhöht sich kontinuierlich.

 Ab 1973 diente die ehemalige Meierei als Dörpshuus, im rückwärtigen Teil befanden sich die Räumlichkeiten der freiwilligen Feuerwehr bis das Gebäude im Jahre 2007 dem Neubau der Feuerwehr weichen musste.

Im Bild von links nach rechts: Heinrich Petersen, Hans Lutz, Anke Geburek, Helmut Dubberke, Richard Carstensen Bgm, Peter Hinrichsen, Karl Heinz thor Straten

 Heinrich Petersen, Bernd Hansen, Heinrich Carstensen,
Katja Lindemann, Helmut Dubberke
Hans Martin Carstensen, Albert Petersen, Jens Kiesbye, Manfred Lätarie, Rolf Stechmann, Peter Hinrichsen, Johann Carstensen

 

 

 

Weitere geschichtliche Impressionen finden Sie hier:

An Hattstedt kommt man nicht vorbei
Hattstedter Holzschuhe und Beton für ganz Schleswig-Holstein
So sah es früher einmal aus um den Bahnhof Hattstedt

 

Kommentare sind geschlossen.